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Private Krankenversicherung
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Beiträge senken durch PKV Wechsel

Patienten die eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau suchen, finden sie in einer privaten Krankenversicherung. Sie bietet Selbstständigen, Freiberuflern, Beamten und auch Arbeitnehmern die Möglichkeit, eine individuelle Gesundheitsversorgung zu vereinbaren, die weit die gesetzlich zugesicherte hinausgeht. Wer sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, sollte jedoch seine Auswahl reiflich überlegen und sich vorher möglichst viele verschiedene Angebote einholen. Da jedes Versicherungsunternehmen die Tarife nach eigenen Kriterien berechnet, ist die Preisspanne groß. Beim Versicherungsvergleich sollten allerdings auch die bereits gebildeten Rücklagen beim alten Versicherer nicht aus den Augen verloren werden. Der Kunde sollte sich genau Informieren, inwieweit mitnehmen kann oder sie verfallen.    

Die Private Krankenversicherung und ihre Vorteil: Der Versicherungsnehmer baut sich mit seinen Beitragszahlungen einen eigenen Schutz und Altersrücklagen auf, die nur ihm zugutekommt. Damit unterscheidet sie sich in ihrer Finanzierung wesentlich von der gesetzlichen Krankenversicherung, in der jeder Beitragszahler für die laufenden Krankenkosten aller Kassenkunden aufkommt. Die GKV berechnet den Mitgliedsbeitrag nach einem einheitlichen Beitragssatz von zurzeit 14,9 Prozent, in dem er ihn auf das Bruttoeinkommen des Versicherten anwendet. Das hat zur Folge, dass die Besserverdiener für die gleichen Leistungen mehr zahlen. Wer die Pflichtversicherungsgrenze erreicht, kann somit mit einem Wechsel zu einem privaten Versicherer seinen Beitrag deutlich senken. Für einen Wechsel muss er jedoch eine Bedingung erfüllen: Er muss mit seinem Bruttojahreseinkommen drei Jahre in Folge die Jahresentgeltgrenze überschritten haben; diese liegt für das Jahr 2009 bei 48.600 Euro und für 2010 bei 49.950 Euro.

 

Ist diese Bedingung erfüllt, verfällt automatisch die gesetzliche Versicherungspflicht des Arbeitnehmers. Das die private Krankenversicherung für sie günstiger sein kann hat einen Grund: Die PKV berechnet ihre Tarife einkommensunabhängig und risikobezogen. Davon profitieren insbesondere junge und gesunde Kunden, da sie geringere Krankenkosten verursachen. Dagegen müssen ältere oder chronisch kranke Kunden höhere Tarife zahlen. Daneben spielen weitere Risikofaktoren eine Rolle, wie etwa Geschlecht, Beruf oder Vorerkrankungen.

Jedoch ist der Tarif einmal vereinbart, wird er nicht mehr erhöht, selbst wenn der Kunde einige Jahre später schwer erkranken sollte. Doch auch der Versicherungsnehmer hat einen Einfluss darauf, wie viel er für den Schutz ausgibt. Er kann zwischen einer Vielzahl von Tarifen und Leistungen wählen. Wer möchte, kann auch alternative Heilmethoden und Heilpraktikerbesuche versichern oder besondere Leistungen bei vollstationären Behandlungen beziehen, wie zum Beispiel die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Außerdem kann er eine Chefarztbehandlung sowie ein zusätzliches Krankenhaustagegeld vereinbaren. Selbstständige und Freiberufler haben darüber hinaus die Möglichkeit, ein Krankentagegeld zu vereinbaren.

Da bei Erkrankungen bei ihnen nicht selten gleich das Einkommen wegfällt, ist für sie die Option besonders wichtig. Neben Vollversicherungen bieten private Gesellschaften auch Teilversicherungen an. Mit ihnen können Beamte und andere Beihilfe berechtige Berufsgruppen auch nur einen Teil ihrer Gesundheitskosten versichern.

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